Montag, 11. November 2013

Die Männer und die Mode - Teil 2

Ab Mitte der 60er Jahre machte sich auch in der Herrenmode ein Stilwandel bemerkbar. Nach 1964 - bis dahin unterschied sich die Herrenmode kaum von jener der 50er Jahre. Sicherlich beeinflusste die verschiedenen neuen Trends der Damenmode die Herrenmode, aber auch die Kleidung der damaligen Idole, allen voran die Beatles, wirkte sich auf die Kleidungsgewohnheiten aus. Trotzdem, und das sollte betont werden, blieb die konventionelle Kleidung - Anzug, Hemd, Krawatte - weiterhin bestehen.

Die Erwachsenen fanden die Frisur der Beatles, über die Ohren reichende, Stirn und Nacken bedeckende Haare, unmännlich und unsauber. Unabhängig von ihrer Musik wurde der Pilzkopf abgelehnt, was sicherlich manchen Jugendlichen bestärkte, sich diese Frisur machen zu lassen.


Der Herrenanzug wurde zunehmend Figurbetonter, das heißt die Jacken waren tailliert und die Hosen wurden nach unten eng. Damit der Schuh voll sichtbar blieb, waren die Hosen relativ kurz [heute würde man "Hochwasserhose" dazu sagen]. Der Tagesanzug war aus hellen, meist gestreiften Stoffen gearbeitet, im Gegensatz zum Abendanzug, der bevorzugt in dunklen Farben getragen wurde. Bei besonders festlichen Anlässen war jedoch der schwarze Smoking die passende Kleidung, zu dem man Smokinghemden mit Bliesen- oder Rüscheneinsätzen trug.

Das Polohemd aus Trikot, mit kurzen Ärmeln und einer Knopfleiste vorne, wurde zum "klassischen" Freizeithemd. Ansonsten gab es bei den Hemden, die zum Anzug getragen wurden, neben einer Vielzahl an Farben und Muster auch neu verwendete Materialien. Neue Hemdenmaterialien wie Nylon sorgten für die rechte Steife - Damen bekamen prickelnde leichte Stromschläge bei der Berührung, wenn sich die knitter- und bügelfreien Hemden wieder einmal atmosphärisch aufgeladen hatten.

Aber nicht nur beim Hemd eröffneten sich dem modisch interessierten Herrn viele Möglichkeiten, auch die Krawatte wurde nun zunehmend zum modischen Blickfang. Sie war nun breiter und das Angebot war reichhaltig an verschiedenen Farben und Muster. Auf den modischen Artikel wuchsen Blumen und Bäume, tummelten sich Schmetterlinge oder standen Autos aneinandergereiht. Große geometrische Muster, abstrakte Farbkompositionen waren ebenso Mode wie romantische Darstellungen und Szenen. Es gab Reinseide, Kaschmir, Wollstoff und Synthetics, gebatikte und gestrickte Krawatten.

Wie in der Damenmode verschwanden auch bei den Herren die stark zugespitzten Schuhe und wurden zunehmend bequemer. Am meisten waren Schuhe mit Kreppsohle und Slipper verbreitet und zum Anzug wurden Lacklederschuhe oder Lackstiefeletten getragen. Nicht nur für Frauen sondern auch für Herrn wurden hohe Stiefel gegen Ende der sechziger Jahre der letzte Schrei, wobei die Hosenbeine in den Schaft gesteckt wurden.


LG Charlie


1 Kommentar:

  1. Das Outfit ist echt toll! Du siehst bildschön aus. Falls du noch etwas Interessantes wählen möchtest, guck mal darein https://gutscheinlike.de/kategorien/mode-accessoires-gutschein .Wie eine Schriftstellerin gesagt hat, muss jede Frau von heute die drei "K" folgen: Klamotten, Kalorien und Karriere. Wählen Sie nur die beste Klamotten und seien Sie immer im Zentrum der Aufmerksamkeit:)

    AntwortenLöschen